Cairn-Forschungsgesellschaft

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Die aktuelle Seite zur Homepage www.megalith-pyramiden.de

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12.2.2010 Neuigkeiten

MitteilungenPosted by K. Walter Haug Fri, February 12, 2010 19:57:08

Thomas Weidinger; Herrenberg hat einen neuen Cairn oberhalb des Nagoldtals im Schwarzwald identifiziert. Er befindet sich zwischen Calw und Nagold hinter der Ruine Tanneck am Bernhardsfelsen. Eine Besichtigung durch andere Cairn-Forschende steht noch aus.


Google hilft einem bei der Suche nach Cairn-Nekropolen. In Rheinland-Pfalz gibt es den Ort Breitfurt im Bliestal. Hier soll sich ein römischer Steinbruch befinden. Die Google-Aufnahme zeigt ein Areal, das voll gepackt mit bewachsenen Hügeln ist. Es dürfte sich um Cairns handeln. Auch die schmalen Gassen zwischen den dicht stehenden Bauwerken sind typisch. Stutzig macht das aufgewühlte Erdreich in großen Teilen des Areals. Findet hier noch aktuell Abbau statt? Oder brausen hier Off-Road-Vehikel während des Wochenendes? Sind die Cairns bedroht? Eine Erkundung wäre dringend geboten.


Die 12. Grabkammer wurde entdeckt. Jörg Hahn aus Hofheim im Taunus, eigentlich Kraichgauer, entdeckte sie bei der Besichtigung der Reichshälde/Brandhälde von Knittlingen/Baden. Die ausführliche Beschreibung mit einer großen Zahl von Fotos und Karten finden Sie als neue Seite „Knittlingen: Reichshälde/Brandhälde“ unter der Rubrik „Pyramiden und Cairns“.


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Posted by Günter V. Tue, February 02, 2016 18:24:54

Hallo Hr. Haug,
mit Interesse lese ich Ihre Seite. Leider gibt es seit 2013 kein Update mehr. Das ist schade.
Wurde Ihr Entdeckungsgeist durch die Behörden unterdrückt oder gibt es einfach keine Neuigkeiten? Vielleicht könnten Sie nebenbei Ihr umfangreiches Wissen und Ihre Erfahrung bei einem anderen interessanten Projekt einbringen: Die Wiederentdeckung von Noreia: http://www.noreia-norici.at/index.php/de/neu-reenactment
Viele Grüsse aus Österreich!


Posted by Walter Haug, Walzbachtal Tue, February 23, 2010 15:26:21

Hallo Herr Richter,

die Einsichtnahme in das Heimatbuch der Gemeinde war das erste. Von dort stammt auch die historische Karte des Steinbruchs von 1731. Es war also schon immer ein Steinbruch, wurde jedenfalls als solcher schon im 18. Jh. betrachtet. Es fand auch Steinabbau im 19. und zu Beginn des 20. Jh. statt. Die Areale sind auf den Karten vermerkt. Die Freiflächen wurden mit Müll gefüllt und Mitte des 20. Jh. renaturiert.

Bei der entdeckten Kammer kann es sich folglich nicht um einen Bergwerksstollen handeln. Eisenerzgruben gibt es bekanntermaßen im Schwarzwald, sogar aus keltischer Zeit, z. B. bei Neuenbürg oder Kirnach. Ein Stollen hat auch keine Deckplatten aus Sandstein, die im vorliegenden Fall durchgebrochen sind, sondern ist komplett ins Gestein hinein gehauen.

Im Kraichgau- und Zabergäu sind keine Eisenerzgruben bekannt. Eisenerzvorkommen beschränken sich auf Bohnerz, das im Tagebau oberflächennah abgebaut wurde, mit Pickel und Schaufel.

Die "keltische" Statue im Steinbruch bei Kurzach/Prevorst kann aus relativ neuer Zeit stammen. Einem Steinbrucharbeiter würde ich das nicht zutrauen. Aber nach Aufgabe des Steinbruchs kann sich hier durchaus ein Kunststudent her verirrt haben. Bei uns gibt es einen Steinbruch bei Maulbronn, der Mitte der 70er Jahre von Kunststudenten entsprechend verziert wurde. Tatsächlich enthält dieser Steinbruch jedoch einen großen, außerordentlich hohen und langen Cairn. Ein Bericht über diesen Cairn in den Buschwiesen ist in Vorbereitung.

Herzliche Grüße nach Backnang

Walter Haug

Posted by Joannes Richter, Backnang Tue, February 23, 2010 15:10:54

Hallo Herr Haug,

Ich hatte einen nachfolgenden Beitrag vorbereitet, stellte aber beim Ausfüllen fest, dass Ihre Kommentarfunktion keine Links akzeptiert.
Da jedoch meine Beispiele auf diesen Verknüpfungen basiert bitte ich Sie den Beitrag in geeigneter Form in Ihrer Webseite zu platzieren.
Sie können allerdings auch auf eine Blogseite verweisen. Anbei nochmals der Text.

Mit freundlichen Grüßen,

Joannes Richter

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Neue Grabkammer entdeckt


Eine neue Grabkammer wurde entdeckt, die zwölfte.
Der genaue Bericht mit zahlreichen Fotos und Karten finden sie bei www.megalith-pyramiden.de
unter der Rubrik "Cairns und Pyramiden" im Artikel "Knittlingen: Reichshälde/Brandhälde".


Möglicherweise sind einige Fundstellen auch alte Bergwerke.
Auf einer Radtour habe ich 2009 auch eine Steinskulptur in einem Steinbruch entdeckt, die zwar "keltisch" aussieht,
aber eher höchstens 100 Jahre alt ist. Anbei die Dokumentation der Radtour.

Hier in der Nähe von Backnang gibt es überall solche Hügelstrukturen, deren Vergangenheit man jedoch teilweise aus den
Heimatbüchern gut rekonstruieren kann. Ich habe in der Zusammenfassung Heimatbuch von Spiegelberg einige Details zusammengesetzt. Eine Kurzfassung in wenigen Zeilen lautet:

Bei Spiegelberg gibt es auch Steingruben, Kohle- und Aichsteinstollen, die gelegentlich als Silberbergwerke erforscht worden sind. Schillers Vater hat dort viel Geld investiert und verloren.
Kohle wurde nur in winzigen Mengen gefunden, aber die Spekulation hat doch für beachtliche Bauten mit 100m langen Gängen gesorgt. Die Kohlegrube wurde vor ca. 100 J. wieder zugeschüttet, aber es gibt darüber Pläne.
Silber wurde gar nicht gefunden. Sowohl im Falle der Kohlegewinnung und Silberabbau waren Betrüger im Spiel.
Wirtschaftlich sind nur der Aichsteinabbau (im Mittelalter um 1250) und Wetzsteinabbau gewesen.
Der Wetzsteinstollen wird von einigen Amateuren wieder in Stand gesetzt:


Steinbrüche bei Spiegelberg Überkopflader beim Wetzsteinstollen
Auch im Altmühltal befinden sich zahlreiche Bergwerke. Drei Eisenerz-Bergwerke im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen wurden von Arthur Rosenbauer (Treuchtlingen) identifiziert.

Rothenberggrube bei (Pfraunfeld) Grobschwarthgrube (bei Raitenbuch) Doggerbergwerk Barbarastollen (bei Ostheim)
Nach etwa 5 Metern weitet sich der Stollen. Die Besucher können aufrecht stehen. Der Gang ist etwa 1 Meter breit und alles besteht aus rot schimmernder Stein. Die Meißelspuren an der Wand wirken frisch.
Holzstempel zur Absicherung sind ggf. einige Hundert Jahre alt. Im Rothenberggrube bei (Pfraunfeld) gibt es einen See.
Im Grobschwarthgrube (bei Raitenbuch) Tropfsteine und Steinformationen.

In der Regel befinden sich in den Rathäusern die Heimatbücher und Unterlagen, mit denen die Bergwerke identifiziert werden können. An den Standorten sind im Falle der zugeschütteten Gruben nur winzige Löcher sichtbar aus.
Sie sollten jedenfalls immer die Heimatbücher der umliegenden Gemeinden überprüfen. Sie wurden i.d.R. vor etwa 100-200 Jahren von den Lehrern geschrieben und sind ziemlich aufschlußreich (siehe mein Beispiel).

Schöne Grüsse aus Backnang,

Joannes Richter