Cairn-Forschungsgesellschaft

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21.11.09, Burgstall-Nekropole Freudenstein: Gang und Kammer entdeckt

Neue FundePosted by K. Walter Haug Tue, December 22, 2009 14:34:15

Eine neue Kuriosität bietet der Haupt-Cairn auf dem Freudensteiner Burgstall. Anlässlich unserer Exkursion zu den Cairn-Stätten von Maulbronn und Freudenstein, Teilnehmer Dr. Hahn, Herr Heidinger, Herr Jost, Herr Dübbers und der Autor, bot sich die Gelegenheit, die zweite Blockademauer zwischen Haupt-Cairn und Felswand genauer in Augenschein zu nehmen. Wie schon im letzten Freudenstein-Artikel beschrieben, ist dieser enge Bereich völlig von der Außenwelt abgeschnitten. Eine erste, mehr als 5 m hohe Blockmauer, zwischen Felswand und Cairnfassade eingezogen, versperrt den Zugang komplett. Das Foto unten wurde von dwer Blockmauer aus aufgenommen, die Cairn-Böschung links, die Felswand rechts.

Jedoch schon nach etwa 25 m wird eine neue Sperrmauer sichtbar, die jedoch bei weitem nicht so hoch aufragt, lediglich im Kniestock steht. Sie reicht jedoch ausgesprochen weit nach hinten, mindestens 10 m, und wenn man in Rechnung stellt, dass das ursprünglich Bodenniveau auf gleicher Höhe wie vor der ersten Blockmauer lag, hatte auch diese Riegelmauer eine Höhe von etwa 2 m. Das Erstaunliche jedoch war schon bei der ersten Besichtigung eine schmale gemauerte Kluft mitten in diesem Mauerstück, das parallel zur Felswand verläuft (Bildmitte)

Bei genauerer in Augenscheinnahme konnten wir erkennen, dass sich der schmale Gang nach etwa 2 oder 3 m zu einer rechteckigen Kammer weitet. Das Ganze macht also tatsächlich den Eindruck eines Kammergrabs mit Grabgang, lediglich die Decksteinplatten fehlen (im Bildhintergrund der schmale Zugang, im Vordergrund die Kammerrückwand).

Von oben, von der Felswandkante aus gesehen ist die Grundstruktur am besten erkennbar.

Es stellt sich natürlich die Frage, wenn dies ein kleiner Cairn, ein trocken gemauertes Grabhaus in der Art eines Satellitengrabs war, wie diese Deckplatten verschwinden konnten. Steinbrucharbeiter werden dort nach Errichtung der vorderen Sperrmauer kaum dort gearbeitet haben. Der Abtransport dieser Decksteine durch Fahrzeuge war so gut wie unmöglich. Hier hätte höchstens ein Kran arbeiten können. Das ist tatsächlich eine denkbare Annahme, denn im südlich anschließenden Bereich wurde jahrzehntelang bis ins frühe 20. Jahrhundert Stein gebrochen. Ein Kran muss also dort im Einsatz gewesen sein.

Eine andere Hypothese lautet, die Deckplatten wurden durch den eingeschwemmten Lehm, bzw. entsprechende Schlammfluten fort geschwemmt. Man erkennt tatsächlich einige mächtige Quader im Bereich westlich davor. Es könnten natürlich auch Felsbrocken sein, die durch Erosion aus der Felswand gelöst wurden und herab fielen (im Bildhintergrund der schmale Gang). Eine genauere Untersuchung auf Bearbeitungsspuren steht noch aus.

Diese These setzt allerdings voraus, dass eine derart gewaltige und machtvolle Überschwemmung jemals stattgefunden hat. Tatsächlich gibt es in ganz Europa und benachbarten Kontinenten Hinweise auf eine derartige katastrophale Überschwemmung. Wenn man sich allein auf die völlig zerstörten römischen Städte Europas, Vorderasiens und Nordfrikas konzentriert, finden wir deren Überreste fast ausschließlich unter Lehm bzw. feinkörnigen Silikaten begraben, die einst den Schlamm einer alles zerstörenden Urflut dargestellt haben müssen. Der Wüstensand, unter dem die Tempel und Pyramiden Ägyptens begraben waren, unterscheidet sich in seiner geologischen und physikalischen Zusammensetzung kaum vom Lehm Europas, so dass die These aufgestellt wurde, unser Lehm sei während der Eiszeit über 100.000e von Jahren hinweg als Wüstensand angeweht und abgelagert worden. Es könnte aber auch ganz anders gewesen sein. Ein Ursprung als vulkanische Asche ist ebenso denkbar, wie als kondensierter Niederschlag eines Kometen-Impakt. Dieser besteht oft bis zu mehr als 90 % aus gefrorenem Wasser und darin gelösten Silikaten.

Bei Aachen wurde z. B. ein römisches Kultzentrum mit Dutzenden Tempeln unter bis zu 5 m Lehm hervor gegraben. Wenn man sich vergegenwärtigt, dass die Tempel, wie überhaupt fast alle römischen Städte, nie wieder im Originalzustand aufgebaut wurden, erkennt man hier den größten kulturellen Bruch überhaupt, ein Bruch, der auch durch einen kompletten Wandel in weltanschaulicher und religiöser Hinsicht markiert ist: Die heidnische Antike wurde durch das christliche Mittelalter abgelöst. Die Katastrophe muss so furchtbar gewesen und als Strafe Gottes verstanden worden sein, dass die Zeit davor als heidnisch und teuflisch verachtet werden musste. Deshalb findet man auch in Deutschland viele der der vorgeschichtlichen Relikte, Hünengräber und Wallanlagen, Menhire und Steinkreise oft genug als Hexen- Teufels- und Heidenorte gebrandmarkt. Selbst die ursprüngliche Funktion der alten Steinbrüche mit ihren eingebauten Cairns war den Menschen des Mittelalters noch bekannt, weshalb es in Würzburg einen Hexen-Bruch gab, ebenso wie in meiner Heimatgemeinde ein Teufelsbruch.

Was gegen die Hypothese eines Ganggrabs spricht, ist die außerordentliche Enge des Ganges. In diesem Zustand hätte ein Besucher nur quer schreitend hinein gehen können. Andererseits könnte sich der Zugang nach oben verjüngen, d. h. der untere verschüttete Bereich weitet sich entsprechend. Auffällig ist auch die Ecke aus gerundeten Steinen zu Beginn der Gangkluft auf der linken Seite. Dieses Detail kann man nur als architektonisches Zierelement ohne jede Funktion betrachten.

Auch die benachbarten Mauerstrukturen sind äußerst interessant. Von oben betrachtet, wirkt das Fassadenteil links oben wie ein verschüttetes Portal mit niedrigeren Paraments. Das sind halbrund gemauerte Stufen, die zum Portal hinführen und gehäuft an Cairns in Frankreich zu finden sind (im Bild rechts unten der schmale Gang).

Dieses Satellitengrab mit der Doppelfunktion als Grabhaus und Sperrmauer wäre nun tatsächlich ein bislang noch nicht vorgekommenes Unikat. Vielleicht sollten sich erste Grabungen auf dieses Objekt konzentrieren. Es ist relativ leicht erreichbar. Die eingeschwemmten Lehmmassen dürften das Grabinnere genauso konserviert haben, wie den ganzen abgesperrten Bereich insgesamt, die Erfolgsaussichten also relativ hoch sein.



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Posted by MT Sun, March 17, 2013 10:22:16

Hallo Ihr,Ich habe ganz in der nähe von der Zwerchenhälde Sternenfels einen vlt interessanten Fund gemacht, mit eingemeisselter Pyramide in der Wand, und Steinkreisen davor. Link zu einem Foto, ich habe natürlich noch mehr Bilder. http://lb-welt.de/sternenfels/komplett.JPG wer kann mir hierzu etwas sagen?gruß, MT