Cairn-Forschungsgesellschaft

Cairn-Forschungsgesellschaft

Die aktuelle Seite zur Homepage www.megalith-pyramiden.de

Hier finden Sie Infos, Mitteilungen, Artikel und Meinungen zum Thema Megalith-Pyramiden. Über das Entstehen eines Diskussionsforums würde sich die CFG sehr freuen.

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Bürger-Archäologie

MitteilungenPosted by K. Walter Haug Fri, July 03, 2015 18:55:51
In der Online-Zeitschrift GWEN Magazine ist diese Woche ein ausführlicher Beitrag über Citizen Science erschienen, in dem der Autor Martin Ebner auch auf unsere Homepage verlinkt:
http://www.gwen-mag.de/artikel/wohnen_und_leben/selber_denken%2c_selber_forschen-129.html

Vortrag am 20.6.15

MitteilungenPosted by K. Walter Haug Sat, May 23, 2015 14:42:36


12.2.2010 Neuigkeiten

MitteilungenPosted by K. Walter Haug Fri, February 12, 2010 19:57:08

Thomas Weidinger; Herrenberg hat einen neuen Cairn oberhalb des Nagoldtals im Schwarzwald identifiziert. Er befindet sich zwischen Calw und Nagold hinter der Ruine Tanneck am Bernhardsfelsen. Eine Besichtigung durch andere Cairn-Forschende steht noch aus.


Google hilft einem bei der Suche nach Cairn-Nekropolen. In Rheinland-Pfalz gibt es den Ort Breitfurt im Bliestal. Hier soll sich ein römischer Steinbruch befinden. Die Google-Aufnahme zeigt ein Areal, das voll gepackt mit bewachsenen Hügeln ist. Es dürfte sich um Cairns handeln. Auch die schmalen Gassen zwischen den dicht stehenden Bauwerken sind typisch. Stutzig macht das aufgewühlte Erdreich in großen Teilen des Areals. Findet hier noch aktuell Abbau statt? Oder brausen hier Off-Road-Vehikel während des Wochenendes? Sind die Cairns bedroht? Eine Erkundung wäre dringend geboten.


Die 12. Grabkammer wurde entdeckt. Jörg Hahn aus Hofheim im Taunus, eigentlich Kraichgauer, entdeckte sie bei der Besichtigung der Reichshälde/Brandhälde von Knittlingen/Baden. Die ausführliche Beschreibung mit einer großen Zahl von Fotos und Karten finden Sie als neue Seite „Knittlingen: Reichshälde/Brandhälde“ unter der Rubrik „Pyramiden und Cairns“.

21.11.09, Burgstall-Nekropole Freudenstein: Gang und Kammer entdeckt

Neue FundePosted by K. Walter Haug Tue, December 22, 2009 14:34:15

Eine neue Kuriosität bietet der Haupt-Cairn auf dem Freudensteiner Burgstall. Anlässlich unserer Exkursion zu den Cairn-Stätten von Maulbronn und Freudenstein, Teilnehmer Dr. Hahn, Herr Heidinger, Herr Jost, Herr Dübbers und der Autor, bot sich die Gelegenheit, die zweite Blockademauer zwischen Haupt-Cairn und Felswand genauer in Augenschein zu nehmen. Wie schon im letzten Freudenstein-Artikel beschrieben, ist dieser enge Bereich völlig von der Außenwelt abgeschnitten. Eine erste, mehr als 5 m hohe Blockmauer, zwischen Felswand und Cairnfassade eingezogen, versperrt den Zugang komplett. Das Foto unten wurde von dwer Blockmauer aus aufgenommen, die Cairn-Böschung links, die Felswand rechts.

Jedoch schon nach etwa 25 m wird eine neue Sperrmauer sichtbar, die jedoch bei weitem nicht so hoch aufragt, lediglich im Kniestock steht. Sie reicht jedoch ausgesprochen weit nach hinten, mindestens 10 m, und wenn man in Rechnung stellt, dass das ursprünglich Bodenniveau auf gleicher Höhe wie vor der ersten Blockmauer lag, hatte auch diese Riegelmauer eine Höhe von etwa 2 m. Das Erstaunliche jedoch war schon bei der ersten Besichtigung eine schmale gemauerte Kluft mitten in diesem Mauerstück, das parallel zur Felswand verläuft (Bildmitte)

Bei genauerer in Augenscheinnahme konnten wir erkennen, dass sich der schmale Gang nach etwa 2 oder 3 m zu einer rechteckigen Kammer weitet. Das Ganze macht also tatsächlich den Eindruck eines Kammergrabs mit Grabgang, lediglich die Decksteinplatten fehlen (im Bildhintergrund der schmale Zugang, im Vordergrund die Kammerrückwand).

Von oben, von der Felswandkante aus gesehen ist die Grundstruktur am besten erkennbar.

Es stellt sich natürlich die Frage, wenn dies ein kleiner Cairn, ein trocken gemauertes Grabhaus in der Art eines Satellitengrabs war, wie diese Deckplatten verschwinden konnten. Steinbrucharbeiter werden dort nach Errichtung der vorderen Sperrmauer kaum dort gearbeitet haben. Der Abtransport dieser Decksteine durch Fahrzeuge war so gut wie unmöglich. Hier hätte höchstens ein Kran arbeiten können. Das ist tatsächlich eine denkbare Annahme, denn im südlich anschließenden Bereich wurde jahrzehntelang bis ins frühe 20. Jahrhundert Stein gebrochen. Ein Kran muss also dort im Einsatz gewesen sein.

Eine andere Hypothese lautet, die Deckplatten wurden durch den eingeschwemmten Lehm, bzw. entsprechende Schlammfluten fort geschwemmt. Man erkennt tatsächlich einige mächtige Quader im Bereich westlich davor. Es könnten natürlich auch Felsbrocken sein, die durch Erosion aus der Felswand gelöst wurden und herab fielen (im Bildhintergrund der schmale Gang). Eine genauere Untersuchung auf Bearbeitungsspuren steht noch aus.

Diese These setzt allerdings voraus, dass eine derart gewaltige und machtvolle Überschwemmung jemals stattgefunden hat. Tatsächlich gibt es in ganz Europa und benachbarten Kontinenten Hinweise auf eine derartige katastrophale Überschwemmung. Wenn man sich allein auf die völlig zerstörten römischen Städte Europas, Vorderasiens und Nordfrikas konzentriert, finden wir deren Überreste fast ausschließlich unter Lehm bzw. feinkörnigen Silikaten begraben, die einst den Schlamm einer alles zerstörenden Urflut dargestellt haben müssen. Der Wüstensand, unter dem die Tempel und Pyramiden Ägyptens begraben waren, unterscheidet sich in seiner geologischen und physikalischen Zusammensetzung kaum vom Lehm Europas, so dass die These aufgestellt wurde, unser Lehm sei während der Eiszeit über 100.000e von Jahren hinweg als Wüstensand angeweht und abgelagert worden. Es könnte aber auch ganz anders gewesen sein. Ein Ursprung als vulkanische Asche ist ebenso denkbar, wie als kondensierter Niederschlag eines Kometen-Impakt. Dieser besteht oft bis zu mehr als 90 % aus gefrorenem Wasser und darin gelösten Silikaten.

Bei Aachen wurde z. B. ein römisches Kultzentrum mit Dutzenden Tempeln unter bis zu 5 m Lehm hervor gegraben. Wenn man sich vergegenwärtigt, dass die Tempel, wie überhaupt fast alle römischen Städte, nie wieder im Originalzustand aufgebaut wurden, erkennt man hier den größten kulturellen Bruch überhaupt, ein Bruch, der auch durch einen kompletten Wandel in weltanschaulicher und religiöser Hinsicht markiert ist: Die heidnische Antike wurde durch das christliche Mittelalter abgelöst. Die Katastrophe muss so furchtbar gewesen und als Strafe Gottes verstanden worden sein, dass die Zeit davor als heidnisch und teuflisch verachtet werden musste. Deshalb findet man auch in Deutschland viele der der vorgeschichtlichen Relikte, Hünengräber und Wallanlagen, Menhire und Steinkreise oft genug als Hexen- Teufels- und Heidenorte gebrandmarkt. Selbst die ursprüngliche Funktion der alten Steinbrüche mit ihren eingebauten Cairns war den Menschen des Mittelalters noch bekannt, weshalb es in Würzburg einen Hexen-Bruch gab, ebenso wie in meiner Heimatgemeinde ein Teufelsbruch.

Was gegen die Hypothese eines Ganggrabs spricht, ist die außerordentliche Enge des Ganges. In diesem Zustand hätte ein Besucher nur quer schreitend hinein gehen können. Andererseits könnte sich der Zugang nach oben verjüngen, d. h. der untere verschüttete Bereich weitet sich entsprechend. Auffällig ist auch die Ecke aus gerundeten Steinen zu Beginn der Gangkluft auf der linken Seite. Dieses Detail kann man nur als architektonisches Zierelement ohne jede Funktion betrachten.

Auch die benachbarten Mauerstrukturen sind äußerst interessant. Von oben betrachtet, wirkt das Fassadenteil links oben wie ein verschüttetes Portal mit niedrigeren Paraments. Das sind halbrund gemauerte Stufen, die zum Portal hinführen und gehäuft an Cairns in Frankreich zu finden sind (im Bild rechts unten der schmale Gang).

Dieses Satellitengrab mit der Doppelfunktion als Grabhaus und Sperrmauer wäre nun tatsächlich ein bislang noch nicht vorgekommenes Unikat. Vielleicht sollten sich erste Grabungen auf dieses Objekt konzentrieren. Es ist relativ leicht erreichbar. Die eingeschwemmten Lehmmassen dürften das Grabinnere genauso konserviert haben, wie den ganzen abgesperrten Bereich insgesamt, die Erfolgsaussichten also relativ hoch sein.


Neues zum Megalithgrab I von Würzburg

Neue FundePosted by K. Walter Haug Mon, November 02, 2009 20:06:28

Die gefaltete Mauerecke – megalithischer Baustil


Die staatliche Archäologie wartet auf datierbare Funde, um die längst überfällige Anerkennung megalithischer Cairns in Deutschland auszusprechen. Es braucht jedoch keine Grabfunde aus längst geplünderten Ganggräbern, um die These zu bestätigen, dass hier im deutschen Mittelgebirgsraum eine neue prähistorische Grabgattung gefunden wurde. Die architektonischen Beweise erfüllen dieselben wissenschaftlichen Anforderungen. Jeder bis jetzt entdeckte Grabgang ist eindeutig im megalithischer Bauweise errichtet, davon kann sich jeder einschlägig informierte Altertumskundler überzeugen.

Ein schönes architektonisches Detail gilt es hier zu besprechen, dass bis jetzt nur in und an Bauwerken versunkener Hochkulturen nachgewiesen werden konnte, aber auch am Portal des Ganggrabs auf dem Marsberg bei Randersacker festgestellt worden ist: die gefaltete Mauerecke.

Diese merkwürdige Verzahnung von trocken gesetztem Mauerwerk über Eck setzt voraus, dass grob behauene Steine nachträglich mit dem Meißel geglättet wurden, um eine gerade Innenecke zu erhalten.

Auf http://www.ancient-wisdom.co.uk/megalithicdatabase.htm Prehistoric Construction Techniques findet man die entsprechenden Beispiele.

Verschiedene Strukturen zeigen die Blöcke mit einem inneren Winkel zugeschnitten, als ob der Stein um die Ecke gefaltet wäre. Den Autoren fällt auf, dass die überstehenden Steine nur jeweils kurze Einschübe im Mauergefüge bilden, weshalb sich die Frage stellt, ob sie überhaupt eine Funktion hatten oder nur einen Baustil darstellen. Wenn dem so war, muss man allerdings von einer globalen Ausbreitung dieses Architekturstils ausgehen, und das in prähistorischen Zeiten.

Festzustellen sind diese gefalteten Ecken am Mauerwerk des Taltempels von Giseh.

Aber auch am Tempel von Luxor.

Ebenso an den Ruinen von Machu Pichu in Peru.

Das Portal des Megalithgrab Geise I auf dem Marsberg bei Würzburg zeigt nun genau dieselbe gefaltete Ecke an der linken Ausenseite.



Besuch der Burgstall-Nekropole von Freudenstein

Neue FundePosted by K. Walter Haug Sat, October 31, 2009 01:55:21

Ein Erfolg versprechendes Grabungsprojekt

Es gibt immer noch Neues zu entdecken, auch an Stätten, von denen man als Entdecker glaubt, alles Wichtige zu kennen. Cairn 1 von Freudenstein ist ein etwa 100 m langer und 20 m breiter Lang-Cairn mit 5 oder 6 von West nach Ost und parallel zur Felswand ansteigenden Querstufen. Die niedrigste Stufe liegt im Westen und hat eine bemerkenswert gut erhaltene Fassade aus Sandsteinblöcken.

Eine der oberen Stufen im Osten, hier vor der Felswand im Hintergrund zu sehen.

Das Geheimnisvolle an diesem Cairn ist die merkwürdige Blockademauer, die zwischen Cairn und Felswand errichtet wurde und einen großen Teil des Cairns vom Boden aus unzugänglich macht.

Als ich mich an einem Sonntag im September (20.9.09) endlich entschloss, über die Megalithmauer an Cairn 1 zu steigen, dachte ich, außer Müll würde mir nichts Erwähnenswertes begegnen. Unten rechts zu sehen die Blockademauer von oben betrachtet, die Ecke der Felswand im Hintergrund, die Schlucht und links der Cairn, alles durch viel Vegetation undeutlich zu sehen.

Die Blockmauer von innen gesehen, hier wesentlich niedriger als von außen betrachtet.

Denn das Besondere hierbei ist, der Bereich hinter der Sperrmauer hat geschätzt ein 2 m höheres Bodenniveau als der Bereich davor, d. h. hier hat eine durch Erosion und Einsturz der Cairnfassade und ihrer Stufen stattgefundene Auffüllung die unteren Partien des Cairns zugedeckt und damit die Umfassungsmauer in entsprechender Höhe konserviert. Z. T. noch gut erhaltene Mauerpartien ragen aus den Ablagerungen heraus. Bis zu 2 m hohe und noch höhere Mauerpartien dürften daher weitgehend vollständig erhalten sein und damit auch die zu erwartenden Portale in die Megalithgräber. Diese Ganggräber kann man somit als weitgehend ungestört und ihre Kammern als aller Wahrscheinlichkeit nach ungeplündert erwarten. Hier die Mauerpartien unmittelbar hinter der Blockmauer.

Gerade die geschützte Lage hinter der sicher 5 m hohen und an der Basis ebenso dicken Sperrmauer hat die architektonischen Details dieses etwa 100 m langen und über 5 bis 6 Querstufen ansteigenden Lang-Cairns dort mehr als sonstwo konserviert. Es handelt sich um einen weitgehend unwegsamen, schluchtenartigen Bereich zwischen Cairn und Felswand, der viele gut erhaltene Mauerzüge aufweist, im Osten aber auch durch hinunter geworfenen Schutt arg ramponiert wurde. Archäologisch dürfte das dennoch eine der ergiebigsten Stätten hier im Südwesten sein. Der Cairn zeigt in dem Bereich neben den zahlreichen Querstufen auch eine markante Längsstufe auf. Das Bild zeigt die Blickrichtung nach Westen, links die Felswand mit der Schutthalde, die Schlucht, rechts der Cairn mit den Abstufungen.

Auf meiner Fotosafari musste ich die außerordentlich steile Südböschung des Cairns hinabsteigen, was nur ganz im Osten möglich war. Dabei begegnete mir zuerst der obere Bereich der Cairn-Böschung, wo deutlich gemauerte Steinlagen unter dem abgelagerten Lehm und Humus hervortreten, die ehemals die Fassade der oberen Stufe gewesen zu sein scheinen.

Diese Cairnwand, hier aus der Nähe zu betrachten, scheint damit mehr als andere gut rekonstruierbar.

Von dort oben konnte ich die Felswand gegenüber eingehend studieren. Von Ost nach West wandernd sah ich dann die seltsamen Mauerzüge vor der Felswand, einen vor einem hoch aufragenden Felspfeiler.

Ein weiterer versperrt eine rechteckige Nische im Fels. Welcher Steinbruchbetreiber mauert denn seine Felswand zu?

Danach tauchte eine hohe und relativ schmale Höhle in der Felswand auf, die mir ähnlich auch schon in der Felswand der Rohrhälde von Kürnbach begegnet ist.

Der Cairn erstreckt sich allein hier bis zur Sperrmauer über eine beachtliche Strecke. Eine ähnliche Blockademauer begegnete uns auch am Cairn-Ensemble im Schlössle-Steinbruch im Schlosswald bei Altenriet am Neckar. Auch dort ist der Bereich zwischen äußerer Felswand und Cairn durch eine breite Mauer aus Steinblöcken zugemauert. Mit Wall oder Mauer versperrt wurden auch schmale Gänge am Cairn III der Sommerhälde von Kürnbach, der Altar-Gang der Sommerhälde auf dem Ölmühlenkopf bei Oberderdigen und manche Gänge zwischen den Lang-Cairns auf dem Köpfle bei Obergrombach. Aber auch der lange schmale Gang zum Felsraum an der Zwerchhälde von Sternenfels ist mit einem Wall verbarrikadiert.

Hier wie dort lässt sich keine Funktion feststellen, die aus irgendeiner Tätigkeit im Steinbruch erschließbar wäre. Aus welchem Grund sollen Steinbruchbetreiber den Zugang zu ihrer Felswand, ihrer Rohstoffreserve, versperren?

Östlich der Höhle betrachtete ich die Mauer vor der Nische genauer und stellte fest, dass sie auch den hinteren östlichen Bereich der Schlucht verriegelt. Eine äußerst seltsame Konstruktion, die oben aus zwei parallel und eng gesetzten, in einer Sackgasse endenden Mauerzügen besteht. Steinbruchtechnisch macht diese Riegelmauer, wie auch die Blockmauer am Beginn überhaupt keinen Sinn.

Verblüffend, dass die Ecke des linken Mauerzugs vorne aus gerundeten Steinen besteht.

Wenn man die etwa 2 m hohe Verfüllung berücksichtigt, muss diese Mauer dementsprechend in die Tiefe reichen. Wer weiß, ob man es hier nicht mit einem Tor zu tun hat, das einen nur engen Durchlass gewährt? Die Freilegung dieser Mauerkluft wäre äußerst interessant. Auch die Mauerzüge an der Basis des Cairns, die hier zwischen äußerer und innerer Sperrmauer recht gut erhalten sind, lassen noch einiges im Untergrund erwarten. Im Panorama-Bild zu sehen der interessanteste Teil des umhegten Areals, wohl ursprünglich ein sakraler Bereich.

Von links nach rechts: Die Felswand mit der Höhle, die äußere Blockmauer im Hintergrund, die Mauerzüge an der Basis des Cairns, der Beginn der inneren Riegelmauer.

Wie schon in der Beschreibung von Freudensteins Burgstall-Nekropole ausgeführt, ist hier eine sorgfältig geplante und mit mit entsprechendem technischen Einsatz durchgeführte Grabung sicher mit Erfolg gesegnet. Die technischen Probleme allerdings sind nicht gering. Die tonnenschweren Steinquader, aus denen die Sperrmauer besteht, müssen mit entsprechendem Gerät bis auf das äußere Bodenniveau abgetragen und an anderer Stelle gelagert werden. Der Einsatz von Bagger oder Kran ist also notwendig. Dann allerdings dürfte die Grabung in den Bereich zwischen Cairn und Felswand hinein zügig vor sich gehen, obwohl auch hier immer wieder mit tonnenschweren, aus der Felswand gestürzten Felsbrocken zu rechnen ist, die schon jetzt z. T. erkennbar sind. Hier, vor allem vor den Mauerzügen, ist Manpower gefragt, obwohl in dem relativ schmalen Bereich auch ein Kabelbaggger oder eine kleine Planierraupe zum Zuge kommen könnte.

Ein nicht geringer finanzieller Aufwand ist zu bewältigen. Schön wäre es, wenn sich lokale Vertreter engagieren und Freiwillige für die Arbeit begeistern könnten. Eine Rekonstruktion des Cairns unter sachgerechter Hilfe des Landesdenkmalamts würde der Gemeinde ein archäologisches Juwel erster Güte bescheren, mit dem Touristen aus nah und fern in die strukturschwache Region gelockt werden könnten. Wie man hört, gibt es auch Schatzgräberfirmen in den USA, die den technischen Aufwand nicht scheuen, allerdings auch den entsprechenden Anteil an den Grabungsfunden einfordern. Wie sich das mit den 100 %-Ansprüchen des Landesdenkmalamts an Bodenfunden vereinbaren lässt, sei dahin gestellt. Eine Privatisierung im archäologischen Bereich ist angesichts der Inaktivität der staatlichen Behörde in diesem Bereich wohl gar nicht mehr zu vermeiden.

Der Märchensee-Cairn von Wendelsheim

Neue FundePosted by K. Walter Haug Tue, October 13, 2009 20:04:50


Am 3.10.2009, dem Tag der deutschen Einheit, besichtigten Volker Dübbers und Walter Haug von der Cairn-Forschungsgesellschaft einen Cairn, der es in sich hat. Thomas Weidinger aus Herrenberg hatte den Tipp gegeben. Nach offizieller Ansicht handelt es sich um einen profanen Steinbruch, der bis 1826 dem Haus Württemberg gehörte und danach der Gemeinde zur Ausbeutung überlassen wurde. Nach Ansicht Weidingers hatte es wohl eine Auflage gegeben, den Cairn nicht zu zerstören, denn dieser ist weitgehend erhalten. Lediglich die Außenmauern haben stark gelitten, zeigen aber über weite Strecken immer noch erhaltene Partien, sowie gut erkennbar Stufen.

Wenn es sich um ein uraltes Ahnengrab handelt, ist es durchaus logisch, dass es sich bis zuletzt im Besitz des Adels befand. Zwar gingen die Besitzstände innerhalb des Adels durch Verkauf, Tausch und Eroberung hin und her, so dass sich die ursprünglichen Eigentümer, vor allem nicht bis in vorrömische Zeit zurück verfolgen lassen, aber durch Grabhügel und Felsnekropolen bestückte Grundstücke, vor allem in Waldungen und Jagdgebieten, kamen dadurch seltener aus der Hand der Feudalen.

Der Märchensee kam, wie auf einer Schautafel berichtet wird, erst durch die Steinbrucharbeiten zustande. Auf einer Gipskeuperschicht sammelte sich das Grundwasser. Allerdings gehört es auch zum Konzept von Cairn-Felsnekropolen, dass ein Heiliger See, das Tor zur Anderswelt, in unmittelbarer Nähe aufgestaut wurde. Das Bauwerk erstreckt sich rechts, die Felswand befindet sich links.

Schon der Zugang zu diesem Heiligtum ist geheimnisvoll. Man wandert durch einen tiefen und langen Hohlweg, der in den Fels gemeißelt wurde.


Weidinger zweifelt, dass es sich bei dieser südlichen Partie schon um einen Teil des Cairns handelt.

Doch Mauerpartien treten auch hier schon aus der Böschung hervor.

Erste Evidenz, dass es sich eindeutig um eine Fels-Nekropole aus hochkultureller Zeit handelt, zeigen die gemeißelten Felswände. Der Cairn-Forschungsgesellschaft sind derart bearbeitete Steinbruchwände nur aus dem pharaonischen Ägypten bekannt. Wer jedoch ähnliche aus anderen Ländern kennt, melde sie uns bitte umgehend.


Die Meißelhiebe sind eindeutig zu erkennen. Die Texturen sind wie in der Zwerchhälde von Sternenfels sehr unterschiedlich, von grob bis fein.


Außerordentlich aufschlussreich sind die durchweg überhängenden Felspartien, die an ägyptische Galleriesteinbrüch erinnern. Beim weltweit üblichen Steinabbau treten die oberen Felspartien stufenweise zurück und nicht vor.


Erste Mauerlagen treten dann auch schon ziemlich bald aus der dicht bewachsenen Cairnböschung hervor. Das Baumaterial sind Steinplatten aus dem hier anstehenden Schilfsandstein.


Jedoch erkennt man auch, wie sehr der Cairn im Laufe der Zeit geplündert worden ist.


Gut erhaltenen Mauerzüge sind dennoch immer wieder anzutreffen.


Auch erhaltene Stufen sind eindeutig zu erkennen.

Der Cairn endet im Norden mit einem rund gemauertem Mauerzug.

Gegenüber ist der Dorfsteinbruch nachweisbar. Die Felswand wurde ausgebrochen und der Raum zum Cairn entsprechend erweitert. Selbstverständlich zeigen die modernen Felswände keine Meißelspuren, sondern sind durchweg glatt, wie das Keilsprengverfahren die Felswand hinterlässt.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass der Märchensee-Cairn eines der beeindruckendsten Kulturdenkmale aus der Megalithzeit im Südwesten Deutschlands darstellt. Die ungeheure Länge des Bauwerks von über 100 m lässt auf viele Portale schließen, die allerdings nicht mehr erkennbar sind. Der Boden zwischen Felswand und Cairn, auf dem heute der Wanderweg verläuft, dürfte um mehr als einen Meter, wenn nicht zwei, aufgefüllt sein, ähnlich wie bei der Steingrube von Schmie. Denn die vom Cairn herab gestürzten Steinplatten tauchen überall im Weggrund auf.

Eine Ausgrabung hätte deshalb den Bereich vor der Cairnmauer zum Ziel.

Herzlich Willkommen!

MitteilungenPosted by K. Walter Haug Fri, September 25, 2009 20:18:36

Hallo Freunde der Cairn-Forschung in Deutschland. Endlich gibt es das Forum für alle, die wissen wollen, wie der Stand der Dinge bezüglich Megalith- bzw. Stufenpyramiden in Deutschland z. Zt. ist. "Nothing has happend" wäre gar zu pessimistisch ausgedrückt. Das betrifft ja auch nur den Status unserer Entdeckungen. Sie werden immer noch nicht anerkannt.

Allein, dass jetzt endlich eine Diskussionsplattform vorhanden ist, kann die Dinge entscheidend voranbringen. Das ist jedenfalls unsere Hoffnung. Wir wünschen uns, dass die Existenz unserer Homepage sich massenhaft herumspricht und sich möglichst viele melden, die unser Forschungsprojekt voranbringen können. Wir freuen uns grundsätzlich über jede Form der Zustimmung und fühlen uns damit bestärkt im Kampf gegen die ganzen Widerstände des Establishments, die aus irgendwelchen Gründen den Menschen hier im Land einfach nicht gönnen wollen, eine phantastische und monumentale Hochkultur aus längst vergangener Zeit zu besitzen.

Wir brauchen vor allem studierte Archäologen, Grabungstechniker und andere Wissenschaftler, die bei Grabungsprojekten zum Zuge kommen. Es gibt sicher zahlreiche Absolventen der einschlägigen Studiengänge, die aufgrund der prekären Stellensituation nie zu einer Festanstellung gekommen sind. Wir können zwar keinen Euro bieten, aber einen Forschungsgegenstand, dessen Perspektiven alle bekannten Grenzen sprengen. Hier kann man sich mit Engagement und Forschungseifer noch echte Meritten verdienen.

Der bzw. die Entdecker arbeiten gerne mit allen zusammen, die bereit sind, sich mit Sachverstand und Entdeckerfreude an´s Werk zu machen. Wir erheben keinerlei Ansprüche an die Früchte Ihrer Arbeit. Der Forschungsgegenstand bietet sicher Stoff für Dutzende von Doktorarbeiten und anderen Abhandlungen. Vielleicht können Sie Ihren Professor oder Doktoranden überzeugen, eine Grabungskamapagne zu organisieren. Es wurde schon viel Vorbereitungsarbeit, insbesondere der Universität Karlsruhe Fachschaft Geowissenschaften, geleistet. Unserer Unterstützung und Beratung können Sie sicher sein.

Wir stehen Ihnen gerne mit weiteren Auskünften zur Verfügung. Besichtigungen der Fundstätten lassen sich jederzeit organisieren.